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Djihad, Cannabis
& Schützen
Heimatbindungen
Das dritte Jahrtausend
beginnt nicht mit Jesus Christus, sondern mit Osama bin Laden und George W.
Bush. Mit Kreuzaufstellen befasst sich bald überhaupt niemand mehr, und
in Deutschland wird es für christliche Gebetstempel eng. Sie werden mehr
und mehr von Häusern umstellt, die mit Halbmonden geschmückt sind.
Deutsches Rindfleisch wurde schon vor Jahresfrist mies gemacht; es ist nur
eine Frage der Zeit, wann es auf dem Neusser Schützenfest keine Schweinswürste
und keinen Alkohol mehr gibt.
Wo der Glaube schwindet, geht auch das Geld aus. Kein Zufall, dass dem christlichen
Abendland wenige Wochen nach dem 11. September die Währungen weggenommen
werden. Niemand darf sich wundern, wenn er für die neuen Lappen ab dem
2. Januar 2002 nur noch Burqas, Arafat-Tücher, handgefertigte Kalaschnikows
und schwarzen Afghanen erhält. Lebensmittel werden von Lastwagen verteilt,
gespendet von saudi-arabischen Scheichs, und vor St. Quirinus lässt ein
Usbeken-General die Pferde tränken.
Neuss geht unter in einem Meer des Djihad. Und das ist schlimmer, als wenn
eine Killerwelle rheinaufwärts käme. Nur wer Moslem wird, kann sich
retten. Das fällt einem gestandenen katholischen Fundamentalisten vom
Niederrhein nicht schwer, zumal wenn z. B. der Neusser Schützenkönig
Juwelier Franz-Josef I. die Erlaubnis erhält, sich ein oder zwei Nebenfrauen
zu halten. Das hätte Oberpfarrer Monsignore Dr. Hans-Dieter Schelauske
nicht so einfach mitgemacht, obwohl das Schützenfest da in einem gewissen
Ruf steht. Ein Mullah sieht das aber nicht so verbissen und toleriert den
Frauentausch nicht nur, wenn die männliche Bevölkerung in Uniform
und mit Schießprügel und noch zusätzlich alkoholisch betäubtem
Gehirn durch die Stadt wankt. Statt Uniform gibt's Turban; Knarre hat jeder,
sobald er laufen kann, und zwar das ganze Jahr, und statt Alt gibt es Cannabis
in jedem Vorgarten. Entscheidend ist aber, das der Moslem unter Moslems nicht
so viel Steuern zahlen muss wie der Christ unter Moslems. Das begreift jeder,
der in Wehrhahns Stadt lebt, sofort: "Mer hant et net vum utjeve ...."
Schläfer wie Bürgermeister Napp bereiten längst alles vor,
da hilft keine Rasterfahndung und keine Abschiebung nach Sachsen-Anhalt oder
noch weiter Richtung Mekka. Die Umwandlung des Neusser Marktplatzes in einen
Basar ist in vollem Gange. Hermann Gröhe simuliert in Berlin Interesse
am Parlamentarismus. In Wirklichkeit bereitet er sich im Folterkeller einer
Kreuzberger Untergrund-Moschee, wie der Verbindungsoffizier erfuhr, phantasievoll
auf seine Tätigkeit als Scharia-Beauftragter für widerspenstige
Neusser Christen vor.
Die Ostdeutschen haben mit dem Leben unter usbekischer oder tadschikischer
Herrschaft längere Erfahrungen als die Neusser, vor allem die letzten
11 Jahre waren entbehrungsreich, und sie sollten daher zur Konsultation herangezogen
werden. Vorbildlich tat das der langjährige NGZ-Verlagsleiter Alfons
Kranz, als er 10 Tage vor (!) dem 11. September die Menschen am Niederrhein
mit einem Artikel über Jugendweihe im allgemeinen und speziell im Osten
auf das vorbereitete, was ihnen bevorsteht. "Die Jugendweihe soll ostdeutsches
Heimatgefühl stärken", war sein Text überschrieben, und
damit legte er den Finger in die Wunde. Wo es den Menschen egal wird, ob Msgr.
Schelauske oder Mullah Omar dazu aufruft, den Gebetsteppich auszurollen, dort
müssen andere Autoritäten her. Die Jugendweihe ist zwar in Berlin
eine "inhaltsleere Dienstleistung" von SPD, PDS und FDP geblieben,
schreibt Alfons Kranz, andererseits hat sie eine lange Tradition. Er kann
sich allerdings nicht so richtig entscheiden, ob sie von Christen, der SPD,
den Nazis oder der DDR erfunden wurde; auf jeden Fall stärkt sie das
Heimatgefühl. Er verschweigt schamhaft, dass ungefähr 80000 Jugendliche
sich in diesem Jahr dem Ritual unterzogen. Denn Neuss kann damit nicht konkurrieren,
weil die Zwangsrekrutierung für Neusser Schützenvereine überfällig
ist. Die Schützen haben Kaiser, den Führer, SPD-Landesregierungen
und den Fall der Mauer überlebt. Sie haben ein klares Ziel, die Mutation
des Menschen zum Bierfass, womit dem Heimatgefühl ein Zuhause geben.
Neuss kann dreimal maurisch werden, und einmal ist es das ja angesichts der
Glaubensschwäche schon - das "Bedürfnis der Menschen nach Riten
der Vergebung und Bindung ist nach wie vor vorhanden" (Alfons Kranz).
Daher wird für Neuss im dritten Jahrtausend gelten: Wir tragen bald arabische
Mützen, wir bleiben aber Neusser Schützen. Es bleibt noch Zeit,
schon mal mit Stäbchen essen zu üben. Das vierte Jahrtausend steht
vor der Tür, und das gehört den Chinesen.
Arnold Schölzel
www.neusser-monat.de (29.12.2001)