In der letzten Ausgabe des NM hatten wir über die bedauerliche Spaltung
in der Dormagener Antirassismusarbeit berichtet. Eine Spaltung ist nur da notwendig
und richtig, wo die Differenzen unüberbrückbar sind und durch solidarische
Diskussionen nicht geklärt und bereinigt werden können. Jetzt nach
erfolgter Spaltung kann nur noch die jeweilige Praxis der Initiativen der Gradmesser
der Beurteilung sein.
Mitglieder der sich Courage nennenden Gruppe haben nun kürzlich
eine Aktion in der Dormagener Fußgängerzone durchgeführt, an
deren Ende sich laut Westdeutscher Zeitung vom 25.8. Ratlosigkeit ob der Verstocktheit
so manchen Dormageners unter den Courage-Leuten breitmachte. So beschwerten
sie sich gegenüber der WZ , dass die Mitarbeiter mit genau den Vorurteilen
und Parolen konfrontiert worden seien, gegen die sie angingen. Dass die
Akteure sich mit der lautstarken Beschallung der Fußgängerzone mit
einer von Otto Schily und seiner Tochter Jenny gelesenen CD einen Bärendienst
erwiesen haben könnten, ist ihnen gar nicht aufgefallen. Ist doch gerade
dieser Superdemokrat und Menschenfreund Schily derjenige, der die Zuwanderer
nach ihrer für die Kapitalisten und ihre Wirtschaft überprüften
Nützlichkeit sortieren will.
HPJ