Auschwitzleugner retourniert Orden

Der missionierende Nichtraucher und bekennende Auschwitzleugner Karl Dimmig aus Neuss hat sein Bundesverdienstkreuz an den Bundespräsidenten zurückgeschickt. Nachdem er erfahren habe, dass das Ehrenzeichen auch dem Mitglied des Zentralrats der Juden Michel Friedman verliehen worden sei, könne er es „nicht mehr mit Stolz tragen“, wird Dimmig von mehreren rechtsextremistischen Publikationen zitiert. Er kritisiert an dem Fernsehschönling Friedman „Schuldvorwürfe an das Volk der ,Mörder’“.
Der Vorgang ist eigentlich unwichtig. Interessanter ist die Frage, wer nach welchen Kriterien die Hälse auswählt, um die das Ehrenblech gehängt wird. 1992 wurde Dimmig mit dem Kreuz geziert, auch damals hat er schon aus seiner Nähe zum Alt- und Neofaschismus keinen Hehl gemacht. War das in der zuständigen Bürokratie nicht bekannt?

Peter Peccavi
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