Im letzten Krieg und vor allem danach war die Berichterstattung über die
Nato-Schläge samt Kollateral-schäden oftmals einer herben
Kritik ausgesetzt. Man erinnere sich nur an die stümperhaft montierte Bombardierungsfotoserie
auf den Zug in Serbien. Falsches Tempo war damals der Trick, um die ZuschauerInnen
an die Unvermeidbarkeit des Treffers glauben zu lassen.
Dies soll nicht wieder vorkommen, mögen sich die Verantwortlichen Medienleute
bei der Nato gedacht und auf Abhilfe gesonnen haben. Und schon hat die Bundeswehr
eine tolle Idee. Künftig sollen bundeswehreigene Kamerateams Fernsehberichte
drehen und diese dann vielleicht in einer dafür extra gegründeten
Fernsehanstalt ausstrahlen lassen.
Wie die dpa-Meldung vom 20.8. ergänzte, will das Verteidigungsministerium
damit die Abhängigkeit von den Bildberichten ziviler Medien aus Krisengebieten
beenden. Eigens zu diesem Zweck verfügen die TV-Trupps der BuWe auch
über Schnittplätze und eine mobile Satellitenanlage, über die
die Berichte sofort überspielt werden können. Krieg machen kann so
schön sein, wenn man sie lässt.