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"Aus der Naturbedingtheit der Arbeit folgt, daß der Mensch, der kein anderes Eigentum besitzt als seine Arbeitskraft, in allen Gesellschafts- und Kulturzuständen der Sklave der anderen Menschen sein muß, die sich zu Eigentümern der gegenständlichen Arbeitsbedingungen gemacht haben. Er kann nur mit ihrer Erlaubnis arbeiten, also nur mit ihrer Erlaubnis leben." (K.Marx, Randglossen zum Programm der deutschen Arbeiterpartei)
Eine prima Bestätigung dieser marxistischen Erkenntnis gab kürzlich
der Geschäftsführer Niemeyer der Neusser Stahlfirma Schmolz &
Bickenbach. Im vorigen Jahr waren von der Firma ca. 240 Mitarbeiter gekündigt
worden. In diesen Tagen sickerte die Meldung durch, dass das Unternehmen vorhabe,
wieder Leute einzustellen. Grund: Neuanschaffung von Maschinen, die neues
Personal benötigten. Das ruft die zuständige Gewerkschaft auf den
Plan. Der IG-Metall-Sekretär Heiko Reese will, so die Neuß-Grevenbroicher
Zeitung, erst klären lassen, "ob einer Massenentlassung ohne weiteres
(?)so schnell wieder Neueinstellungen folgen dürfen." (NGZ 6.3.03)
Dem Manne kann geholfen werden. Denn "so schnell schießen die Preußen
nicht". Erst müssen "hausintern als ‚Fitnessprogramm' deklarierte
Umstrukturierungen(die allerdings für die Restbelegschaft sehr ungemütlich
werden, HPJ) abgeschlossen sein,", beruhigte die Unternehmensleitung
den aufgeregten Gewerkschafter und gab ihm noch eine historische Weisheit
mit auf den Weg: "Es war über Jahrhunderte üblich, dass in
der Ernte mehr Leute gebraucht werden als sonst im Jahr. Das haben viele offensichtlich
vergessen." So Geschäftsführer Niemeyer gegenüber der
NGZ.
Das sitzt.
HPJ